Eine hautnahe Geschichte

Als Benjamin Habel nach dem Farbtopf greift, zieht sich der Ärmel seines Shirts hoch. „Mors certa, hora incerta“ – der Tod ist gewiss, die Stunde ungewiss. In geschwungener Schrift zieht sich das Tattoo von der Armbeuge bis runter zum Handgelenk. Es ist nur eins von den vielen Tattoos, die Benjamin Habel mit Stolz auf seiner Haut trägt. „Meine Tattoos erzählen mein Leben“, sagt er und lacht dabei.

Benjamin Habel – ein Mann mit Profil.

„In Thüringen habe ich eine Ausbildung als Ergotherapeut gemacht, da habe ich meine heutige Frau kennengelernt. Wir sind dann nach der Ausbildung zusammen nach Bayern gezogen und haben dort rund sechs Jahre lang gelebt. Als unser Sohn geboren wurde, sind wir beide zurück in die Heimat nach Thüringen gezogen.“ In Pößneck angekommen, fängt er noch einmal neu an. „Ich wollte was mit Medien machen, nicht nur eingleisig fahren. Und natürlich meiner Familie Sicherheit bieten.“ Seine Schwiegereltern haben bei GGP Media gearbeitet und so schickt auch er seine Bewerbung als Offsetdrucker an das Unternehmen. Er bekommt einen der begehrten Ausbildungsplätze und zeigt vom ersten Tag an großes Engagement. 2001 dann der Unfall. Mountainbike-Downhill fahren war bis zu diesem Tag seine große Leidenschaft. Benjamin weiß nicht mehr genau, wie es passiert ist, aber das Bike hat sich mit ihm überschlagen, es hat seine rechte Hand erwischt.

Neuanfang „Als der Unfall passierte, konnte ich den Beruf des Druckers nicht mehr ausüben. GGP hat mir dann eine Umschulung angeboten. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Für GGP Media war der Fall sofort klar: Bei Auszubildenden, die solch einen Ehrgeiz zeigen wie Benjamin, wird immer nach Lösungen gesucht. Solche wertvollen Kollegen möchte man gerne im Unternehmen halten. Denn davon profitieren am Ende beide Seiten. Benjamin wechselt in den Einkauf, lernt Bürokaufmann – ein völlig neues Feld für ihn. Wieder schlägt Benjamin eine neue Richtung ein, und wieder startet er voll durch. Zahlen interpretieren, Bestellungen annehmen und aufgeben, Verhandlungen führen. Er fühlt sich wohl in seinem neuen Team, es hat ihn mit offenen Armen aufgenommen. Im Sommer 2016 hat er seine Umschulung erfolgreich beendet. „Jetzt heißt es für mich erst mal arbeiten. Ich will gut werden, richtig gut werden in dem, was ich mache. Dafür brauche ich Erfahrung und tolle Kollegen. Die Kollegen habe ich schon – jetzt folgt die Erfahrung“, sagt er und grinst.

Jedes seiner Tatoos erzählt eine Geschichte.

Ich will gut werden, richtig gut werden in dem, was ich mache.

Nach seinem Downhill-Unfall startet er als Bürokaufmann neu durch.

Kein Blick zurück Benjamin Habel scheint angekommen zu sein. Bei einem Arbeitgeber, der ihm trotz hoher Ansprüche an Leistung und Engagement die Freiheit gibt, zu bleiben, wie er ist. „Es ist ein ständiges Geben und Nehmen im Leben. Wer weiß, was noch alles auf mich zukommt“, sagt er. Am Tag des Unfalls hat er sein Downhill-Bike zum Verkauf angeboten. „Ich bin kein Typ, der zurückschaut. Das war eine großartige Zeit, aber jetzt geht es weiter.“ Er geht an der Bogenoffsetmaschine vorbei, hoch in den dritten Stock zurück zu seinem Schreibtisch im Großraumbüro. Dinge so nehmen, wie sie sind, Mut beweisen, sein Bestes geben. Für Benjamin Habel gehört das zum Leben dazu, genauso wie seine Tattoos. „LIFE“ steht in Großbuchstaben auf den Fingern seiner linken Hand.

Es ist ein ständiges Geben und Nehmen im Leben. Wer weiß, was noch alles auf mich zukommt. Ich bin kein Typ, der zurückschaut.

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